Volksbrauchtum und Tradition in Biebrich

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Gibber Kerbegesellschaft, verlässliche Gemeinschaft und echtes Heimatgefühl.

Immer mehr Menschen vermissen verbindliche Zugehörigkeit und verlässliche Gemeinschaft und suchen nach einem echten Heimatgefühl. Sie entdecken dabei alte Traditionen neu und entwickeln sie weiter. Diesen Trend beobachten und untersuchen Brauchtumsforscher und Soziologen in ganz Deutschland. In ihren Studien erweisen sich gerade Menschen zwischen 14-29 Jahren als erstaunlich konservativ in ihren Wertvorstellungen, auch wenn ihr Lebensstil das nicht auf den ersten Blick verrät. Immer mehr Menschen identifizieren sich mit dieser neuen Bewegung: Offenbar braucht gerade die Gesellschaft im 21. Jahrhundert den Kitt von Brauchtum und Dialekt, um Zusammengehörigkeitsgefühle neu aufleben zu lassen. Darin spiegelt sich aber auch ein scheinbar paradoxes Phänomen, dem die GKG nachgeht: Gerade in zeitgemäßer Form erfüllen Traditionen das wachsende Bedürfnis junger Menschen nach Individualität und authentischem Lebensstil.

Die Gibber Kerbegesellschaft geht der Frage nach, was Menschen in neu auflebenden Traditionen suchen. Die Geschichte zeigt, wie individuell Tradition heute verstanden und gelebt wird und welches gemeinsame Bedürfnis nach Identität dabei die treibende und verbindende Kraft in der Gesellschaft darstellt. Brauchtumsforscher und Soziologen erklären die Bedeutung dieses Trends zu Traditionen für die Gesellschaft und geben einen Ausblick auf die künftige Entwicklung eines neuen kulturellen Phänomens: Traditionen in zeitgemäßer Form und Brauchtum in der modernen Welt!

Die Gibber Tracht!

Der Gibber Kittel, das traditionelle Kleidungsstück der altdeutschen Gesellschaft Mitte des 18 Jahrhunderts.
Früher auch Blauhemd genannt ist das Kleidungsstück heute zum Kultgegenstand für die Gibber Kerbegesellschaft geworden.
Als 1832 in England die erste mechanische Webmaschine für Baumwolle erfunden worden und bald darauf mechanisch hergestellte Webwaren auch in Deutschland den Markt überschwemmten, gab es kein Halten mehr, alles kaufte die günstigeren Baumwollsachen.  Auch das Bauernhemd, oder auch Blauhemd und Bauernkittel genannt, ist eine Folge dieser Baumwollexplosion. Es ist ohne das feste, blaue Baumwolltuch nicht zu denken. Das Bauernhemd soll vom Elsaß zu uns gekommen sein, ist aber auch in anderen europäischen Ländern zu Hause. In Württemberg und den einstigen reichsstädtischen ulmischen Dörfern hat es sich fest eingebürgert. Besonders in evangelischen Gemeinden, obwohl gelegentlich auch ein Katholik ein Bauernhemd getragen hat. Sehr schnell kam es zu speziellen Ausformungen innerhalb einzelner Orte: hier wurde es länger, dort kürzer getragen, mal war die Achselstickerei weiß, mal schwarz oder rot. Diese Verzierung wurde ursprünglich mit der Hand, später dann mit einem besonderen Kurbelmaschinchen angebracht, meistens zeigte sie eine Art Eichelmuster. Als der Bauernkittel 1830 in unserem Beobachtungsgebiet auftauchte, muss es noch andere Arten der Ausschmückung mit Litzen und Borten gegeben haben. Bauern und Weber trugen das Hemd, meist mit einem schwarzen Weber-, Deckel- (Ballonkappe) oder Zipfelkäpple, aber hauptsächlich als Werktagskleidung. Nie wäre man damit in die Kirche gegangen.

Ein „Blauhemmed“ sei, so sagen die alten Bauern, ein geschicktes Stück. Man könne es viermal anziehen, und es sei jeweils frisch: Zunächst tauscht man Vorder- und Rückseite, was der rechteckige Schnitt erlaubt, und am dritten Tag dreht man das ganze Hemd um und kann es noch zweimal tragen. Ganz alte Blauhemden, die schon geflickt sind, zieht man dann nur noch zum Mistführen an, während die Neugekauften auch einmal am Sonntagmorgen getragen wurden. Es gibt nur noch wenige Adressen bei denen der Bauernkittel erworben werden kann. Wir, die Gibber Kerbegesellschaft haben nur die Möglichkeit über ansässige Schneider, den Stoff anzuliefern (Gmindner Halblinnen) und auf Maß anfertigen zu lassen. Die Litzenaufbringung hat ihren Ursprung in Oberhessen. Nach deren Vorlage wird bis heute noch diese Borte angebracht.

1929 – 20 Jahre GKG

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Biebrich mit dem oberen Stadtteil Mosbach.

 

Reflexionen und Jubiläum 1929 in Biebrich

Bereits 1929, erschien die erste Publikation, die sich mit der Geschichte der Gibber Kerbegesellschaft auseinandersetzte. Teils von Augenzeugen wie  geschrieben, teils aus Kompilationen älterer Programme und Berichte bestehend, spiegelt sie das Interesse primär der Biebricher Bevölkerung wieder, ihr junges Volksfest zu reflektieren und zu feiern. Ein Exemplar konnte aus den bestehenden Archiven gerettet und somit für die Nachwelt digitalisiert und gerettet werden. Die Gibber Kerbegesellschaft wurde in dieser Zeit von vielen Vereinen unterstützt und wuchs in den Jahren darauf zu einer Veranstaltung, die weit über die Grenzen Wiesbadens bekannt war. Hier gehts zur Festschrift  20_Jahre_GKG  ! Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Verteidigungslehrgang

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Die neue Selbstverteidigung

WT Advanced Defence

Einfach, Direkt, Kompromisslos

Die Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft nimmt immer weiter zu. Die Brutalität der Aggressoren steigt, der Anlass für körperliche Attacken wird banaler.

Gefahr kann überall lauern. Ob beim Spaziergang, im Lokal, im Parkhaus oder auf einem Fest.

Die Fähigkeit einen Angreifer außer Gefecht zu setzen, kann Ihnen im Ernstfall das Leben retten.

Die WT Advanced Defence bietet einfache, schnell erlernbare Verhaltensmuster, die im Ernstfall bei entsprechend konsequenter Ausführung einen Ausweg aus einer Gefahrensituation aufzeigen.

Wenn Sie eine Gruppe von Freunden, Familie, Vereine oder Kollegen sind, kann ich gerne für Sie einen Selbstverteidigungskurs veranstalten. Selbstverständlich können Sie sich auch als Einzelperson anmelden.

Der Kurs geht über 5 Samstage von je zwei Stunden. Für Mitglieder der Gibber Kerbegesellschaft ist dieser Kurs kostenlos.

Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen

Volker Kunkel

Weitere Infos: selbstverteidigung-biebrich.de

PS: Ein herzliches Dankeschön an unseren Kerbeborsch und Aktiven Volker Kunkel für dieses Angebot an unsere Vereinsmitglieder.

Kursdaten: 2. Kurs 2018

Der Kurs geht über 5 Samstage von je zwei Stunden.

Grundkurs: Uhrzeit: Jeweils von 13:15 Uhr- 15:15 Uhr

Kurstage:

Samstag, den 21.04.2018

Samstag, den 28.04.2018

Samstag, den 05.05.2018

Samstag, den 19.05.2018

Samstag, den 26.05.2018

Veranstaltungsort:  

Evangelische Kirchengemeinde, Elise- Kirchner- Straße 15,
65203 Wiesbaden- Biebrich

Kosten: 65,00 Euro pro Person / für Mitglieder der Gibber Kerbegesellschaft frei!

Um Anmeldung wird gebeten unter Email: vskunkel@t-online.de

Ein neuer Vorstand

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Jahreshauptversammlung der Gibber Kerbegesellschaft!

In der Jahreshauptversammlung am 2. Februar 2018 wurde in den Heiligen Hallen der Gibber Kerbegesellschaft ein neuer Vorstand gewählt. Wir sind stolz darauf, dass wir auch viele junge Leute zu dieser Aufgabe motivieren konnten, da Vorstandsarbeit wie auch in allen anderen Vereinen, viel Engagement abverlangen und die bisherige Freizeit in den Diensten des Vereins gestellt werden. Aber dennoch bietet ein Verein auch Freundschaft, Kameradschaft und Freizeitspass. Wir heißen unsere neuen Vorstandsmitglieder willkommen, freuen uns auf viele neuen Ideen, die wenn sie denn auch umsetzbar, eine Bereicherung für unser Volksfest, die Gibber Kerb in Wiesbaden sein werden.

Der Neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Hans Jürgen Hubert, 1. Vorsitzender
Uwe Hubert 2. Vorsitzender
Frank Burneleit 1. Schriftführer
Kerstin Hubert 1. Kassierer

Ralf Burneleit 2. Schriftführer
Willi Faßbender 2. Kassierer
Horst Krämer 1. Vergnügungsausschussvorsitzender
Ralf Wiegand 1. Bauausschussvorsitzender
Markus Schmidt 1. Inventarverwalter
Lucien Stunz 2. Vergnügungsausschussvorsitzender
Moritz Faßbender 2. Bauausschussvorsitzender
Michael Lehmann 2. Inventarverwalter