historie


Gibber Kerbehammel 1949
Erwin Hermes, Willi Meier, Kurt Meier
15 Mitglieder waren entweder gefallen, durch Bombenangriffe umgekommen oder vermißt. Ein großer Teil befand sich auch noch in Kriegsgefangenschaft. Die Kerbehalle war durch Bombenangriffe zerstört, das Inventar nicht mehr vorhanden. Als dann 1948 das vorhandene Barvermögen auch noch der Währungsreform zum Opfer fiel, stand die Gibber Kerbegesellschaft vor dem absoluten Nichts. Trotz dieses trostlosen Zustandes beschloß die Mitgliederversammlung am 3. Juli 1948 die Gibber Kerb im Jahre 1949 wieder abzuhalten. Mit sehr viel Fleiß und Idealismus wurde die Arbeit aufgenommen. Die Kerbehalle wurde wieder aufgebaut. Tanzboden, Ochsenofen und Klosettanlage in Ordnung gebracht.

Es fanden wieder regelmäßig Versammlungen statt, in denen Geld gesammelt wurde für den Wiederaufbau. Elektrische Zuleitungen und Wasserleitungen wurden von den Mitgliedern instandgesetzt und vieles andere wurde neu geschaffen. 43 neue Mitglieder traten der Gibber Kerbegesellschaft bei.

Die Kerb 1949 war gleichzeitig das 40-jährige Bestehen der Gibber Kerbegesellschaft. Die Kerb begann am Samstagabend mit einem Kommers in einem improvisierten Festzelt, in dem sich Tausende von Menschen drängten. Unter der Mitwirkung vieler Biebricher Vereine wurde dieser Abend für viele Menschen zu einem großen Erlebnis, hatten sie doch 10 Jahre derartiges nicht mehr erlebt. Rekord Besucherzahlen brachte auch der Festzug am Kerbesonntag und der Frühschoppen am Kerbemontag. Alles in allem konnte die Kerbegesellschaft auf ihr 40-jähriges Stiftungsfest mit Stolz zurückblicken. All dies wäre nicht möglich gewesen, ohne den selbstlosen Einsatz aller Mitglieder, Freunde und Gönner.
Festzug 1951: Kiedricher Winzerhaus

So ehrte dann auch die Kerbegesellschaft verdiente Mitglieder wie Christian Krauß, Adolf Hotter, Adolf Wuth, Schorsch Boss; Jean Boss, Ernst Coridaß, Georg Coridaß, Georg Schäfer, Fritz Schleines sen. und jun., Inge Seiiberger, Toni Koch, Rosi Neumann, Helmut Reuter, Fritz Fischer, Ferdinand Gieß, Karl Geibel, Karl Hassenbach I., Karl Hassenbach II., August Herbei, Rudolf Klarmann, Franz Koch, Christian Lehr, Otto Ottlech, Karl Saueressig, Georg Stork I., Ludwig Stern und Fritz Weitzel. Die Mitgliederzahl betrug 204. In der Jahreshauptversammlung wurde folgender Vorstand gewählt: Theodor Dohn 1. Vorsitzender, 2. Vorsitzender wurde Christian Krauß, Christian Lehr Kassierer, Heinrich Hofmann wählte man als 1. Schriftführer und dessen Stellvertreter, der 2. Schriftführer wurde Emst Coridaß jun.,