historie

Der Mitgliederstand im Jahr 1921: 4 Ehrenmitglieder und 144 Mitglieder. 1. Vorsitzender ist nun Gustav Fuchs, 2. Vorsitzender Heinrich Hachenberger, 1. Schriftführer Gustav Dittenberger, 2. Schriftführer August Diefenbach, Kassierer Karl Hack, Beisitzer Heinrich Meier, Ludwig Rücker, Georg Hassenbach, Wilhelm Seilberger und Martin Dienst. Vereinsdiener ist Markus Kretzer. Es wurde eine Kerbesparkasse eingerichtet, in welche Mitglieder Geld einzahlen konnten, um für die Kerb zu sparen.

Die Veranstaltungen der Jahre 1922/23 verliefen wie im Vorjahr. Der Mitgliederbestand im Jahre 1923 waren 4 Ehrenmitglieder und 173 Mitglieder. Das Jahr 1924 war ein besonders glanzvolles Vereinsjahr für die Gibber Kerbegesellschaft. Bestand der Verein doch nunmehr 15 Jahre. Freiwillige Spenden erlaubten die Anschaffung eines Vereinsbanners. Am Festkommers am Samstag, den 5. Juli nahmen die Gesangvereine Männerquartett Nordend, Rheingold, Rauchclub Fidelitas, Loreley, Männergesangverein 1841, Liederfreunde Friede, Eintracht, Kalle'scher Gesangverein, Straßenbahnergesangverein, Männergesangverein Fidelio und Bayernverein Einigkeit sowie der Turnverein 1846, die Turngesellschaft 1889, der Sportverein Biebrich und der Fußballverein Biebrich 02 teil. Auch wurde das neue Vereinsbanner eingeweiht. Frau Lendle überreichte von den Frauen des Vereins eine gestiftete Bannerschleife. Der Festprolog, verfaßt von Heinrich Hachenberger, wurde von Frau Lendle vorgetragen. Festredner und Ehrenmitglied Josef Schandua zeichnete die Geschichte der Gibber Kerbegesellschaft auf, die tief in der Tradition der nassauischen Heimat wurzelt. Für seine ausgezeichnete Rede erhielt er stürmischen Beifall. Auch die Festkapelle, der Musikverein Harmonie Biebrich, unter der Leitung von Herrn Hülpüsch, erhielt für seine volkstümliche Musik Lob und Anerkennung. Der Kerbesonntag begann um 6.00 Uhr mit einem Weckruf durch die Straßen von Biebrich. Anschließend fand eine Totenehrung auf dem Biebricher Friedhof statt.


Aufstellung zum Festzug 1926: 1. Reihe 2. von rechts Ludwig Coridaßjun.
Um 13.30 Uhr setzte sich der große historische Festzug von stattlicher Länge und hoher Qualität in Bewegung. Dicht gedrängt standen die Menschen in Biebrichs Straßen und jubelten einem der schönsten Festzüge der nunmehr 15-jährigen Gibber Kerbegesellschaft zu. Obwohl der Festplatz auf den Gibber Bleichwiesen wesentlich vergrößert war, drängten sich die Menschen

Man mußte schon viel Glück haben, einen der Plätze in dem ebenfalls vergrößerten Festzelt zu ergattern. Bei herrlichem Wetter drehte sich Jung und Alt auf dem Tanzboden im Freien. Mit Frühschoppenkonzert am Montag um 9.00 Uhr begann der dritte Tag. Ein Aufmarsch zur Kerb um 15.00 Uhr eröffnete den Nachmittag. Auf dem Festplatz selbst war Volksfest, Kinderbelustigung und Kerbetanz bis in die späte Nacht. Über diese Jubiläumskerb wurde ein Film gedreht, der in den Parklichtspielen mehrmals aufgeführt werden mußte. Das hohe Niveau der Jubiläumskerb 1924 wurde auch auf den folgenden Stiftungsfesten 1925 und 1926 beibehalten.