historie

Aber nicht nur die Kerb, auch andere Veranstaltungen wurden schon damals gepflegt. Bei der Weihnachtsfeier 1910 im Nonnenhof mit Konzert, Theater, humoristischen Vorträgen und bei der Kappensitzung im gleichen Lokal am Fastnachtssamstag 1911 unter Mitwirkung des Wiesbadener Karnevalclub" Fidele Brüder", wurde schon allerhand geboten.

Über tausend Besucher waren begeistert von einem Theaterabend der Gibber Kerbegesellschaft, der am 19. März 1911 in der neu erbauten Turnhalle der Turngemeinschaft Biebrich, bis vor einigen Jahren noch Druckerei Rasche, stattfand. Nach dem Theaterspiel "Der Glockenguß zu Breslau" und "Die Heiratslotterie" tanzten 16 Mädchen einen wunderschönen Reigen. Danach sang das Männerquartett Nordend, bestehend aus 4 Sängern, unter der Leitung von Ludwig Gadhof, einige schöne Lieder. Dieses Quartett ist aus der Gibber Kerbegesellschaft hervorgegangen.

Die Kerb 1911 wurde auf den 3. und 4. Juli verlegt. Zur Gestaltung des Festzuges wurden mehrere Gruppen gebildet, die einen großen historischen Festzug bildeten, der sehr viel Anerkennung fand. Als Festplatz dienten, genau wie im Jahre 1910, wieder die Bleichwiesen.
Festzug 1924: Schnitterund Schnitterinnen an der Friedensanlage (heuet Robert-Krekel-Anlage)
Bei Tanz im Freien und musikalischer Unterhaltung konnte wieder ein Massenbesuch registriert werden. Das Gleiche gilt auch für den Kerbemontag. Am 23. und 24. Juli wirkte die Gibber Kerbegesellschaft bei dem Jubiläum des Männergesangvereins 1841 mit. Für die Mitwirkung im Festzug wurde dem Verein eine Erinnerungsmedaille überreicht.

In den Jahren 1912 bis 1914 verliefen die Veranstaltungen der Gibber Kerbegesellschaft im gleichen Rahmen und Umfang, allerdings mit steigenden Besucher- und Mitgliederzahlen.

Der unselige 1. Weltkrieg unterbrach jäh das Vereinsleben. Erste Aktivitäten nach diesem Krieg sind erst im Jahre 1920 wieder festzustellen. Die Jahreshauptversammlung wählte als 1. Vorsitzenden Karl Kaumann, 2. Vorsitzender Heinrich Neumann, 1. Schriftführer Gustav Dittenberger, 2.Schriftführer GeorgMüller, 1. Kassierer Karl Hack, 2. Kassierer August Herbei. Inventarverwalter wurde Ludwig Baldus, Beisitzer Heinrich Meier, Heinrich Hachenberger, Adolf Hotter, Peter Kraft und Martin Dienst. Unter Mitwirkung der Gesangsabteilung des Rauchclubs Fidelitas wurde im Vereinslokal eine Ehrentafel für die gefallenen Mitglieder der Gibber Kerbegesellschaft enthüllt.