historie

Angespornt durch diesen Erfolg beschlossen die Mitglieder der Gibber Kerbekasse einen richtigen Verein zu gründen. So trafen sich am 13. September 1909 im Vereinslokal "Zum Nonnenhof" und gründeten die Gibber Kerbegesellschaft. Sie gaben sich eine Satzung, die am 7. Oktober 1909 von der Polizeiverwaltung Biebrich genehmigt wurde, in deren § 1 stand: "Sitz und Name und Zweck des Vereins:

1911: Festzug durch die Gibb, obere Gaugasse
Derselbe hat seinen Sitz in Biebrich am Rhein und führt den Namen "Gibber Kerbe Gesellschaft". Der Grund ist die Förderung der Freundschaft und Geselligkeit wohlgesinnter Männer, sowie das alljährlich Biebricher Volksfest in volkstümlicher Weise im nördlichen Stadtteil zu feiern". Die Mitgliederzahl betrug bei der Gründung 25, 1. Vorsitzender war Ludwig Gadhof. Zum 2. Vorsitzenden wurde Friedrich Häuser gewählt und zum Schriftführer Albert Walk. Verdiente Gründungsmitglieder sind Josef Schandua, Adolf Wuth, Ludwig Coridaß sen., Jakob Vey, Ludwig Coridaßjun. und Georg Klarmann. Das 1. Stiftungsfest und damit die zweite Gibber Kerb wurde am 11. und 12. September 1910 veranstaltet. Dieses Fest gilt als erster Glanzpunkt und alsein Markstein in der Geschichte der Gibber Kerbegesellschaft. Es wurde mit sehr viel Mühe und Arbeit vorbereitet. Da ein Festzug von den Behörden nicht genehmigt wurde, baten die Gibber, ihr Ehrenmitglied Adolf Wuth in der Friedrichstraße mit Musik abholen zu dürfen. Dies wurde ihnen gestattet.
Kerb 1910 - mit Ehrenpräsident KarlHassenbach vordem Vereinsschild
So bewegte sich am Sonntag, den 11. September 1910 doch ein stattlicher Festzug, bestehend aus Festreitern, Musik, Mädchen in weißen Kleidern, Knaben mit Zipfelmützen und Bauerkitteln, Festausschuss in Wagen, Festdamen, Mitgliedern zu Fuß, Kerbehammel und dem Begrüßungsausschuss durch die Straßen der Stadt. Nach Ankunft auf dem Festplatz entwickelte sich sofort ein lebhaftes Treiben und ein gewaltiger Besuch war der Lohn derschweren Arbeit. Zirka 3000 Besucher mögen es an der Zahl gewesen sein. Am 2. Tag begann das Volksfest durch einen kleinen, bei Mitglied Karl Emmerich, Gaugasse, aufgestellten Umzug, und der Besuch war genauso stark wie am ersten Tag. Aus aller Munde der ganzen Stadt Biebrich, sowie vielen Besuchern von auswärts, sprach nur die vollste Anerkennung für das große Engagement und Arrangement dieses Festes.